Au­to­mei­le ohne Fahr­rä­der

Der Teck­len­bur­ger Damm (L504) ist die Ib­ben­bü­re­ner Au­to­mei­le. Und wie es sich für eine ech­te Au­to­mei­le ge­hört, sind hier Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer un­er­wünscht. Für uns wur­de kein Rad­weg vor­ge­se­hen, denn wir sol­len den Geh­weg nut­zen.

Wir emp­feh­len, den Teck­len­bur­ger Damm nicht zu nut­zen. Die Ver­kehrs­füh­rung für uns Rad­ler ist ge­fähr­lich und un­klar. Wer so eine Stra­ße plant, möch­te den Rad­ver­kehr ver­trei­ben und hat nichts mit Fahr­rad­freund­lich­keit im Sinn.

Stadt­aus­wärts

Wir Ra­deln­den kom­men von der gro­ßen, frisch sa­nier­ten Kreu­zung Müns­ter­str,. Werth­müh­len­str. und freu­en uns über die tol­le Pflas­te­rung und den rot mar­kier­ten Weg. Das blaue Schild mit wei­ßem Rad ist schon in Sicht­wei­te…

Doch nach we­ni­gen Me­tern ist Schluss mit Lus­tig und un­ser kur­zer Rad­weg ist wie­der zu Ende. Das blaue Schild weist ei­nen Geh­weg aus und wir Ra­deln­de sol­len den Geh­weg nut­zen, so das Zu­satz­zei­chen.

Sol­len wir nun ernst­haft in Schritt­ge­schwin­dig­keit über den schma­len Geh­weg fah­ren oder sol­len wir uns an die­ser Stel­le in den flie­ßen­den Kraft­ver­kehr ein­fä­deln? Lie­be Ver­kehrs­pla­ner, was meint ihr?

Die Stadt Ib­ben­bü­ren wird ver­mut­lich ant­wor­ten: Nicht zu­stän­dig! Ist ja eine Land­stra­ße. Ihr Ra­deln­de dürft den Geh­weg nut­zen, müsst es aber nicht…

Im wei­te­ren Ver­lauf sol­len wir stadt­aus­wärts auf ei­nen schma­len Geh­weg ra­deln, vor­bei an end­los lan­gen Park­strei­fen und Grund­stü­cken. War­um wird hier kein Rad­weg ein­ge­rich­tet?

Stadt­ein­wärts

Stadt­ein­wärts ist eben­falls kein Rad­weg vor­han­den. Wir Ra­deln­den sol­len auf dem viel be­fah­re­nen Teck­len­bur­ger Damm vor­bei an par­ken­den Au­tos fah­ren. Das be­deu­tet für vie­le ra­deln­de Bür­ger ein ho­hes Ri­si­ko.

Fa­zit

Der Teck­len­bur­ger Damm ist für uns Ra­deln­de ein Ri­si­ko und ver­dient den Velo-Score “E”. Die­se Stra­ße ist ganz weit ent­fernt von ei­ner fahr­rad­freund­li­chen Stadt und muss drin­gend im Sin­ne der rad­fah­ren­den Bür­ger ver­bes­sert wer­den.

Die An­woh­ner be­schwe­ren sich zu­recht über “zu schnell fah­ren­de” Rad­ler auf den viel zu schma­len Rad­we­gen. Soll­te hier nicht der Ver­kehrs­raum ge­rech­ter ver­teilt wer­den?

Bes­ser ma­chen

Die Park­strei­fen ha­ben am Teck­len­bur­ger Damm nichts ver­lo­ren, denn auf den Ge­wer­be­flä­chen und auf den Grund­stü­cken der Wohn­häu­ser sind aus­rei­chend Park­plät­ze vor­han­den.

Die bei­den Fahr­spu­ren für den Kraft­ver­kehr sind viel zu breit. Laut TIM-on­line sind es zwi­schen 11 und 7,5 Me­ter. In­ner­orts sind 6,50 m voll­kom­men aus­rei­chend. Die Fahr­spu­ren soll­ten schma­ler ge­stal­tet wer­den.

Die Ge­schwin­dig­keit soll­te auf max 40 km/h re­du­ziert wer­den. Bei den vie­len Ein- & Aus­fahr­ten wür­de das die Si­cher­heit für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer er­hö­hen.

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