Die Furt ist fort

Kreu­zung L501/L504

Der Ib­ben­bü­re­ner Stadt­teil Di­cken­berg zählt ca. 3.260 Ein­woh­ner und wird von den bei­den Land­stra­ßen L501 und L504 durch­quert.

Ne­ben der Land­stra­ße L501 be­fin­det sich ein be­nut­zungs­pflich­ti­ger Geh- und Rad­weg. Der KFZ-Ver­kehr in Rich­tung Hops­ten wird be­reits vor der ab­kni­cken­den Vor­fahrt auf vor­fahrts­be­rech­tig­te Rad­fah­ren­de hin­ge­wie­sen.

Die L504 aus Hops­ten mün­det an die­ser Stel­le auf die L501 und der KFZ-Ver­kehr muss vor dem be­vor­rech­tig­ten Rad­weg stop­pen. Ein Schild macht auf Rad­fah­ren­de aus bei­den Rich­tun­gen auf­merk­sam.

Trotz der Hin­weis­schil­der kommt es an die­ser Ein­mün­dung im­mer wie­der zu ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen für Rad­fah­ren­de. Da­her for­dern wir vom zu­stän­di­gen Bau­last­trä­ger, Straßen.NRW, zu­sätz­li­che Maß­nah­men zum Schutz von Rad­fah­ren­den.

Bar­ba­ra Lü­cke hat Herrn Pe­ri­ck von Straßen.NRW auf ver­schie­de­ne Ri­si­ken für Rad­fah­ren­de auf­merk­sam ge­macht, vor al­lem die feh­len­den Mar­kie­run­gen und feh­len­den op­ti­schen Her­vor­he­bun­gen von Rad­weg­fur­ten wur­den be­män­gelt.

Eine Rad­weg­furt ist eine durch Mar­kie­run­gen (rote Flä­che zwi­schen ge­stri­chel­ten Li­ni­en) ge­kenn­zeich­ne­te Stel­le, die es Rad­fah­rern er­mög­licht, eine Fahr­bahn zu über­que­ren, wo­bei der Rad­weg Vor­rang hat. Sie dient der Ver­deut­li­chung der Vor­fahrt für den Rad­ver­kehr an Kreu­zun­gen oder Ein­mün­dun­gen, ins­be­son­de­re wenn der Rad­weg bau­lich von der Fahr­bahn ge­trennt ist.

Frau Lü­cke be­män­gelt ins­be­son­de­re:

  • Hohe Ge­schwin­dig­keit von KFZ und LKW beim Ab­bie­gen von L501 –> L504
  • Feh­len­de Sicht­be­zie­hun­gen zwi­schen KFZ und Rad­fah­ren­den
  • Miss­ach­tung des Stopp­schilds und vor­fahrts­be­rech­tig­ten Rad­fah­ren­den
  • Blo­ckie­ren des Rad­wegs durch war­ten­de KFZ

Da­bei hat die Lan­des­re­gie­rung NRW be­reits im Früh­jahr 2025 den Lan­des­be­trieb Straßen.NRW an­ge­wie­sen, die Mar­kie­rung von Rad­we­gen vor­an­zu­trei­ben: “Der Land­tag NRW hat auf An­trag der Re­gie­rungs­frak­tio­nen CDU und Grü­ne erst kürz­lich die Rot­mar­kie­rung von Rad­we­gen im Kreu­zungs­be­reich als Re­gel­fall bei der Ge­stal­tung be­schlos­sen.

Wir hal­ten euch auf dem lau­fen­den und möch­ten an die­ser Stel­le auf den Ver­ein Di­cken­ber­ger In­ter­es­sen und Pro­jek­te e.V. hin­wei­sen.

2 Kommentare

Wür­den schon Do­ku­men­te der Be­hör­den über das In­for­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz an­ge­for­dert? z.b. Pro­to­kol­le von Ver­kehrs­schau­en etc?
Die Stadt schiebt es be­quem auf Straßen.NRW.
Aber zu­min­dest die Vor­fahrt-Ach­ten-Schil­der müs­sen von der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de ver­kehrs­recht­lich an­ge­ord­net wor­den sein. Also gibt es auch ein Do­ku­ment die­ser An­ord­nung mit Be­grün­dung etc.
Und die zu­stän­di­ge Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de ist das Ord­nungs­amt der Stadt Ib­ben­bü­ren!
Und so­was nennt sich fahr­rad­freund­lich.

Grü­ße aus Pom­me­re­sche

Hal­lo Herr Beck­mei­er, Dan­ke für ihre An­re­gung. Jede Stra­ße hat ei­nen Bal­last­trä­ger und der ist ver­ant­wort­lich für die Stra­ße und be­glei­ten­den Rad­weg. Es gibt eine Da­ten­bank mit den Zu­stän­dig­kei­ten: https://www.giscloud.nrw.de/

L501 und L504 sind Lan­des­stra­ßen und zu­stän­dig ist Straßen.NRW. Bei Orts­durch­fahr­ten von Land­stra­ßen gibt’s evtl ge­teil­te Zu­stän­dig­kei­ten, aber das ist hier nicht der Fall.

Von da­her ist die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Stadt und Straßen.NRW ge­recht­fer­tigt.

Schreibe einen Kommentar