Os­na­brü­cker Stra­ße

In die­sem Bei­trag wol­len wir die Si­tua­ti­on für Rad­fah­ren­de auf der Os­na­brü­cker Stra­ße (L832) zwi­schen Ost­stra­ße und Rhei­ner Stra­ße (L501) be­trach­ten.

Os­na­brü­cker Str.: Schluss mit Rad­weg

Die Os­na­brü­cker Stra­ße (kurz OSS) ist eine in­ner­städ­ti­sche Stra­ße, die max. Ge­schwin­dig­keit be­trägt durch­ge­hend 50 km/h. Der Hö­hen­un­ter­schied zwi­schen dem tiefs­ten und dem höchs­ten Punkt be­trägt 68 Me­ter bei eine Län­ge von 1.360 Me­ter. Der pro­zen­tua­le An­stieg be­trägt zwi­schen 4% und 7% und da­mit ist die OSS für Rad­fah­ren­de eine idea­le Ver­bin­dung zwi­schen dem In­nen­stadt­be­reich und den Stadt­tei­len Bock­ra­den so­wie Schaf­berg, fla­cher als an­de­re Stra­ßen in nörd­li­cher Rich­tung. Lei­der eine Ver­bin­dung ohne Rad­weg in die­se Rich­tung.

Raus aus Ib­ben­bü­ren

Ib­ben­bü­ren liegt in ei­ner Sen­ke zwi­schen dem Rie­sen­be­cker Berg und dem Schaf­berg. Mit dem KFZ oder mit heu­ti­gen LKW sind die Hö­hen­un­ter­schie­de kein The­ma, aber Rad­fah­ren­de ohne Mo­tor kom­men hier ins Schwit­zen. Le­dig­lich in Rich­tung Wes­ten kann man flach ra­deln. In Rich­tung Os­ten muss man der Ei­sen­bahn­li­nie fol­gen, um flach in Rich­tung Os­na­brück fah­ren zu kön­nen.

Quel­le: www.tim-online.nrw.de/tim-online2/

Die fol­gen­de Kar­te zeigt alle Wege oder Stra­ßen, die aus der Kern­stadt von Ib­ben­bü­ren her­aus oder hin­ein füh­ren. Rich­tung Nor­den bzw. nörd­lich der Ei­sen­bahn sieht es mehr rot als gelb aus:

Rad­we­ge, raus aus Ib­ben­bü­ren

Die Os­na­brü­cker Stra­ße (kurz OSS) wäre we­gen der mo­de­ra­ten Stei­gung eine idea­le Ver­bin­dung zwi­schen der Ib­ben­bü­re­ner Kern­stadt und den nörd­li­chen Orts­tei­len oder Or­ten wie Mett­in­gen, Schli­ckel­de oder Re­cke. Lei­der schafft es die Stadt Ib­ben­bü­ren nicht, an die­ser Land­stra­ße ei­nen ech­ten Rad­weg in nörd­li­che Rich­tung zu pla­nen ge­schwei­ge denn zu bau­en.

Drei Fahr­bah­nen, ein Rad­weg berg­ab

War­um zwei Fahr­spu­ren?

Die Os­na­brü­cker Stra­ße (kurz OSS) hat drei Fahr­strei­fen (Spu­ren) für den KFZ-Ver­kehr und nur eine Spur für den Rad­ver­kehr:

  • Auf­wärts, nach Nor­den
    • KFZ: Zwei Spu­ren
    • Rad: Kein Rad­weg, Rad­fah­ren­de sol­len den Geh­weg mit­nut­zen
  • Ab­wärts, nach Sü­den
    • KFZ: Eine Spur
    • Rad: Ein schma­ler Rad­weg mit schlech­tem Ende

Die zwei Fahr­spu­ren in nörd­li­cher Rich­tung wa­ren da­mals, als der Schwer­last­ver­kehr in Rich­tung Koh­le­berg­werg den Berg hin­auf muss­te, an­ge­bracht. Die rech­te Spur nann­te man “Kriech­spur”, denn die da­ma­li­gen LKW hat­ten we­ni­ger Leis­tung und fuh­ren lang­sam den Berg hin­auf.

LKW in den 60er Jah­ren wa­ren Saug­mo­to­ren ohne Tur­bo­la­der und hat­ten i.d.R. un­ter 200 PS. Heu­ti­ge LKW ha­ben, Dank Tur­bo­la­dern und Com­mon-Rail-Ein­sprit­zung, 400 bis 600 PS und da­her kei­ne Pro­ble­me mit den An­stieg.

Die OSS bzw L832 ist die Ver­län­ge­rung von Ost­stra­ße und Müns­ter­stra­ße. Die Ver­kehrs­last (An­zahl KFZ pro Zeit) auf der OSS ent­spricht im we­sent­li­chen der Ver­kehrs­last auf der ein­spu­ri­gen Ost­stra­ße oder Müns­ter­stra­ße. Die OSS ist zwei­spu­rig, ob­wohl die Ver­kehrs­last sich nicht si­gni­fi­kant von der Ost­stra­ße oder Müns­ter­stra­ße un­ter­schei­det.

Quel­le: opendata.strassen.nrw.de

Die bei­den Fahr­strei­fen in nörd­li­che Rich­tung sind nicht in der ho­hen Ver­kehrs­last, son­dern in den Fahr­leis­tun­gen al­ter, mu­se­ums­rei­fer, LKW be­grün­det. Die “Kriech­spur” ist seit lan­gem nicht mehr not­wen­dig.

Das häu­fig ge­hör­te Ar­gu­ment, dass auf­grund des ho­hen Ver­kehrs­auf­kom­men ein Rück­bau auf ei­nen Fahr­strei­fen un­denk­bar wäre, zieht nicht, denn die Ost­stra­ße und Müns­ter­stra­ße kom­men auch mit ei­nem Fahr­strei­fen pro Rich­tung aus.

Rad­we­ge?

In nörd­li­cher Rich­tung (auf­wärts) exis­tiert kein Rad­weg. Rad­fah­ren­de dür­fen kurz hin­ter der Un­ter­füh­rung den Geh­weg mit­be­nut­zen. Die­se Mit­be­nut­zung hat je­doch ihre Tü­cken: Rad­fah­ren­de müs­sen Schritt­ge­schwin­dig­keit fah­ren und den Fuß­ver­kehr Vor­rang ge­wäh­ren. Au­ßer­dem müs­sen Rad­fah­ren­de auf ei­nem frei­ge­ge­be­nen Geh­weg an je­der Ein­fahrt be­son­de­re Vor­sicht wal­ten las­sen. Frei­ge­ge­be­ne Fuß­we­ge sind kei­ne Rad­we­ge!

Der Rad­weg in süd­li­che Rich­tung (ab­wärts) wird für die Ge­schwin­dig­keit zu schmal. Rad­fah­ren­de er­rei­chen hier leicht 30 km/h oder mehr. Aber auch der KFZ-Ver­kehr ist sel­ten mit 50 km/h un­ter­wegs und hält den vor­ge­schrie­be­nen Ab­stand (1,5 m) zu Rad­fah­ren­den sel­ten ein.

Rad­fah­ren­de ab­wärts wer­den vor der Ein­mün­dung “An der Reichs­bahn” zu­nächst im fla­chen Win­kel über eine Kan­te auf ei­nen ge­pflas­ter­ten Geh- & Rad­weg ge­lei­tet um dann über eine sehr hol­pe­ri­ge Zick-Zack-Ver­bin­dung die Ein­mün­dung zu que­ren. Dasa fol­gen­de Bild deu­tet den Zick-Zack-Weg an:

Zick-Zack, hol­pe­rig und ge­fähr­lich für Rad­fah­ren­de

Wie man im dem Foto er­ken­nen kann, ver­sper­ren Au­tos oft den vor­fahrts­be­rech­tig­ten Rad­weg. Au­tos auf der Ab­bie­ge­spur be­ach­ten die be­vor­rech­tig­ten Fahr­rä­der nicht.

Der Bei­trag wird fort­ge­setzt…

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